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Centronukleäre Myopathie (CNM Hund)

Die Erbliche Zentronukleäre Myopathie (EZM, eng.: Centronuclear Myopathy - CNM) ist eine erbliche Muskelerkrankung. Betroffene Tiere zeigen Muskelschwund, einen ungleichmäßigen Gang und einen fehlenden Kniescheibenreflex.

Die Krankheit kommt bei Labrador Retrievern vor und wird autosomal rezessiv vererbt.

Synonym: Labrador Retriever Myopathie (LRM), Hereditäry myopathy of labrador retrievers (HMLR)

 

DNA-Test: verfügbar im Shop

Symptome

  • Allgemeine Schwäche
  • Vorzeitige Ermüdung
  • Ungleichmäßigen Gang
  • Fehlender Kniescheibenreflex
  • Muskelschwund

Allgemeine Information

  • Die Erbliche Zentronukleäre Myopathie (CNM/EZM) eine erbliche Muskelerkrankung bei Labrador Retrievern.
  • Erste Symptome zeigen sich ab dem 6. Monat.
  • Die betroffenen Tiere haben gesundheitliche Probleme, die die Lebensqualität stark beeinflussen.

Betroffene Rassen

Labrador Retriever

Beteiligtes Gen | DNA-Test

Dieser Mutationstest detektiert eine SINE Insertion im Exon 2 des PTPLA Gens.

 

Test im Shop

 

Auch im:

Genotyp und Laborbefund

Erbgang: autosomal-rezessiv

→ Die Krankheit tritt nur auf, wenn beide Allele des Gens von der Mutation betroffen sind (cnm/cnm). Hunde, die nur ein Allel mit der auslösenden Mutation haben (N/cnm) sind klinisch gesunde Trägertiere.

 

Genotypen:

 

N/N = genetisch normal

Der Hund besitzt keine Anlagen für CNM und kann diese somit nicht an die Nachkommen weitergeben.

 

N/cnm = ein Träger

Der Hund ist ein klinisch gesunder Träger. Die Variation wird zu 50% an die Nachkommen weitergegeben, welche ebenfalls Träger sind.

 

cnm/cnm = betroffen

Die Variation wird zu 100% an die Nachkommen weitergegeben. Die Nachkommen sind Träger oder betroffen.

Empfehlungen für die Zucht

  • Trägertiere können mit normalen Tieren verpaart werden (N/cnm x N/N). Bevor die Nachkommen in der Zucht eingesetzt werden, sollte getestet werden, ob diese normal oder Trägertiere sind.
  • Die Verpaarung von zwei Trägertieren (N/cnm x N/cnm) sollte vermieden werden, da eine Wahrscheinlichkeit von 25% besteht, dass die Nachkommen betroffen sind.
  • Betroffene Tiere (cnm/cnm) sollten von der Zucht ausgeschlossen werden.

Literatur

Pelé, M., Tiret, L., Kessler, J.L., Blot, S., Panthier, J.J.: SINE exonic insertion in the PTPLA gene leads to multiple splicing defects and segregates with the autosomal recessive centronuclear myopathy in dogs. Hum Mol Genet 14:1417-27, 2005. Pubmed reference: 15829503. Doi: 10.1093/hmg/ddi151.

 

Maurer, M., Mary, J., Guillaud, L., Fender, M., Pelé, M., Bilzer, T., Olby, N., Penderis, J., Shelton, G.D., Panthier, J.J., Thibaud, J.L., Barthélémy, I., Aubin-Houzelstein, G., Blot, S., Hitte, C., Tiret, L.: Centronuclear myopathy in Labrador retrievers: a recent founder mutation in the PTPLA gene has rapidly disseminated worldwide. PLoS One 7:e46408, 2012. Pubmed reference: 23071563. Doi: 10.1371/journal.pone.0046408.

 

Weitere Informationen sind auf der Webseite Online Mendelian Inheritance in Animals verfügbar.

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